Wann zeigt der Mensch Unsicherheit?

Ein Unwort das lügen sichtbar macht… von Marco Gloor

Wenn er in seinem Satz das Unwort «eigentlich» benützt. «Eigentlich» – das Unwort der Unwörter? Viele Menschen benützen es, einige hassen es (mich eingeschlossen) keiner bräuchte es…

Was wollen wir eigentlich mit diesem Wort «Eigentlich» sagen? Nichts! Auch in meiner vorherig geschriebenen Frage kann das Wort ersatzlos gestrichen werden. Dies ist ein gutes Beispiel, dass es dieses Unwort in unserem Sprachschatz nicht braucht. Wer sich den Spass macht und einmal bewusst den Politikern zuhört, der kann sehr schnell erkennen, ob diese Person zur Sache steht oder nicht. Wenn ich dieses Wort höre oder lese denke ich:

– Hier sagt einer nicht wirklich was er denkt,

– hier hat einer keine Lust tiefer auf etwas einzugehen,

– hier hast ich einer keine Gedanken gemacht,

– hier fühlt sich einer unsicher,

– hier will einer nicht direkt auf eine Frage antworten,

– hier wir die Wahrheit versteckt.

…eigentlich schon – oder? 😉

Hören Sie zum Beispiel diesem Beitrag vom Schweizer Fernsehen zu. Diese Person (Rolf Manser) wirkt automatisch unsicher. Er schafft es sogar 2 x «Eigentlich» in 30 Sekunden Interviewzeit zu sagen. Ev. hat jemand Ihn vorgeschoben das Interview zu geben oder er glaubt selbst nicht, an das was er sagt. Wir werden jeden Tag sei es im Radio oder im Fernsehen von diesem Unwort berieselt. Achten Sie mal bewusst Heute darauf. Sie werden Sie wundern… und eventuell danach eine andere Meinung über diese Person haben, als zuvor.

Ich führte schon unzählige Bewerbungsgespräche, leitete unter anderem ein Unternehmen mit mehr als 850 Mitarbeitern und ich konnte mich auf das Unwort «Eigentlich» verlassen. Immer dann, wenn der Mitarbeiter dieses verwendet war er unsicher und ich musste nach hacken.

Wenn der Menschen genauer zuhört, versteht er. Normalerweise sind wir leider nicht in der Lage richtig zuzuhören, weil wir nicht verstehen wollen. Dies würde bedeuten, dass wir dann in einem Gespräch mehr von uns preisgeben müssten. Doch dazu fehlt vielen Menschen die Sicherheit. Ich empfehle jedem dieses Unwort «Eigentlich» in seinem Wortschatz zu streichen. Fügen Sie auch gleich das Wort «Grundsätzlich» hinzu, dass sagt genau das gleiche aus. Marco Gloor versichert Ihnen, dass nur durch diese kleine Tat, man immens an Glaubwürdigkeit gewinnt. Sei dies im Job oder auch in der privaten Gesellschaft.

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