Enorme und inakzeptable Lärmbelastung!

Schwache Leistung!
OK Leichtathletik Europameisterschaften Zürich 2014

Es ist wirklich toll, dass die Europameisterschaft der Leichtathletik in der Stadt Zürich statt findet. Ich bin ein Befürworter aller sportlichen Grossanlässe in der Schweiz. Ein Veranstaltungsort kann sich so in ein mediales Schaufenster setzen, welches für den jeweiligen Ort/Stadt/Land unbezahlbar ist. Doch wieder werden die Direktbetroffenen an der Nase herumgeführt.

Letzte Woche erhielten die Anwohner der Stadt Zürich einen Informationsflyer zu diesem tollen Grossanlass. Dieser ist unterzeichnet von unserer Stadtpräsidentin Frau Mauch und dem Sportdepartement-Vorsteher Herr Lauber. Darin wird nett umschrieben, mit welchen Lärmbelastungen die Anwohner rechnen müssen. Ich finde es auch löblich, dass wir Stadt Zürcher endlich detaillierter über die Veranstaltung informiert werden (denke da ist die Stadt schon längst in der Bringschuld). Doch Kommunikation ist bekanntlich nicht die Stärke der Stadt, wenn es um unangenehme Themen wie Lärmbelastung geht.

Die Anwohner um das Stadion Letzigrund sind sich Lärmbelastungen gewohnt und nehmen auch die untätige Polizei bei den Fanscharmützeln der Fussballspiele in kauf. Doch jetzt geht die Stadt Zürich zu weit. Die Abbauarbeiten dieses Grossanlasses beginnen am Sonntag, 17. August und enden am 22. August. «In dieser Zeit werden teilweise auch Arbeiten während den Nachtzeiten und sonntags stattfinden», steht im Informationsflyer. Die Anwohner wissen, aus den Abbau- und Aufbauzeiten von z.B. einem Konzert, mit wie viel Lärm man am Tag rechnen muss. Doch nun haben diese Anwohner um das Stadion den gesamten Aufbau von vorgängigen 2.5 Wochen zu verkraften, zudem müssen sie mit erschwerten Zugängen des privaten Verkehrs rechnen und jetzt auch noch, nach der Veranstaltung, während 5 Tagen inkl. Sonntag und Nacht den Abbaulärm zu schlucken. Da fragt sich noch ein Politiker, warum immer mehr Grossanlässe bei der Bevölkerung kein Gehör mehr finden? Es ist doch klar, dass ein Auf- und Abbau Lärm verursacht. Aber bitte nicht in der Nacht (die Nacht fängt bei mir um 22.00 Uhr, da muss ich gemäss Hausordnung auch im Haus leiser sein)! Dies ist nun wirklich zu viel des Guten. Warum enden am Freitag, den 22. August die Abbauarbeiten und nicht am Samstag darauf? Es fände kein Fussballspiel der beiden Stadt Clubs statt! Anstatt den Unmut der Anwohner/Zürcher zu schüren, wäre es angebrachter gewesen, auf die Nachtarbeit zu verzichten und die Abbauarbeiten zu verlängern. Auf längere Sicht sicher besser… aber eben. Der Stadt Zürich sind die Anwohner um das Stadion Letzigrund egal. Nicht einmal Gratis-Tickets an die direktbetroffenen Anwohner werden den interessierten Angeboten, welche mal den Grund des Lärms erleben möchten. Schwache Leistung der Verantwortlichen!

Es ist toll wie die Stadt Zürich sich für solche Grossanlässe einsetzt. Aber sie sollten mehr an die betroffene Bevölkerung denken (nicht nur schreiben und sich entschuldigen. Etwas anbieten)… da nützt auch ein stiller Informationsflyer nicht um den lärmgetriebenen Unmut weg zu machen. Marco Gloor wohnt direkt beim Stadion Letzigrund in Zürich. Ja er hätte gerne ein Ticket erhalten, um über die immense Lärmbelastung (bereits jetzt) mit einem Lächeln hinweg zu sehen.

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