Die Naivität nimmt kein Ende…

Am Flughafen von Incheon in Südkorea kontrolliert ein Sanitäter die Körpertemperatur der ankommende Passagiere. So sollen mögliche Ebola-Infizierte frühzeitig erkannt werden.

Am Flughafen von Incheon in Südkorea kontrolliert ein Sanitäter die Körpertemperatur der ankommende Passagiere. So sollen mögliche Ebola-Infizierte frühzeitig erkannt werden.

Keine Ebola Kontrollen an den Schweizer Flughäfen.

Der Schweizer Bundesrat hat entschieden an den Flughäfen der Schweiz keine speziellen Ebola-Kontrollen durch zu führen. Es muss zuerst wieder jemand im eigenen Land sterben, bis unsere Regierung die extreme Bedrohung dieser heimtückischen Seuche wahrnimmt.

Auch in Südkorea gibt es noch keinen Ebola-Fall und trotzdem werden dort alle Einreisenden auf den Internationalen Flughäfen durch einen Wärme-Scanner geschickt. Bundesrat Berset sagt: In den Empfangsstellen des Bundes für Asylsuchende wurden bisher «einige wenige Personen» ausfindig gemacht, bei denen eine Erkrankung nicht ausgeschlossen werden konnte. Krankheitsfälle gab es aber bisher nicht. Ausserdem will der Bundesrat nichts von Einreisesperren für Asylsuchende aus den Ländern Sierra Leone und Guinea nichts wissen. Das sei «kontraproduktiv». Ach ja? Für wen ist da die Frage…

Vorbereitet hat sich die Schweiz auch für den Fall, dass möglicherweise mit Ebola infizierte Schweizerinnen und Schweizer oder Mitarbeitende von in Genf ansässigen Hilfswerken für eine Behandlung heimgeholt werden müssen. Ok gut, aber mehr als 30 Personen können zur Zeit gar nicht behandelt werden. So informierten vor einer Woche die Schweizer Krankenhäuser. Man bedenke weiter… ein Ebola-Patient wird im Spital von 30 Personen betreut. Somit 2 Ebola-Patienten von 60 Personen. Woher nehmen wir das noch nicht geschulte Personal?

Die Sicherheit eines Landes ist doch die Oberste direktive des Bundesrates. Warum werden da noch das dafür und das dagegen abgewogen? Ok, scheint so, wir einfach warten müssen bis einer der nichtregistrierten und illegalen Einwanderer in die Schweiz das tödliche Virus bringt. Viel Spass diesen dann zu fragen, mit wem er so alles Kontakt hatte. Der Bundesrat hat sich an seiner wöchentlichen Sitzung am Mittwoch über den Stand der Vorbereitungen in der Schweiz gegen Ebola informiert. Das Risiko von Ebola-Erkrankungen in der Schweiz wird weiterhin als klein eingestuft. Klar, ist ja noch keiner gestorben…

Marco Gloor:«Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Dies gilt nicht für den Bundesrat und die Sicherheit der Schweiz.»
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Posted on by Marco Gloor in Schweiz Leave a comment