Januar 2015: Strompreis-Erhöhung um satte 13.45 Prozent!

Der private Stromkonsument soll Atomstrom beziehen können, so lange er auf dem Schweizer Markt ist.

Der private Stromkonsument soll Atomstrom beziehen können, so lange er auf dem Schweizer Markt ist.

Ich will Atomstrom

Atomstrom-Angebot gestrichen! Dicke oder teure Post in diesen Tagen erhalten die Züricherinnen und Zürcher. Das EWZ erhöht die Strompreise um ungeheuerliche 13.45 Prozent und keiner sagt etwas dagegen. Alles unter dem Deckmantel der 2000-Watt-Gesellschaft.

Solange wir in der Schweiz Atomstrom produzieren (und zum Teil sogar exportieren) will ich auch weiterhin den günstigeren Atomstrom der EWZ nutzen können. Als die Stimmberechtigten der Stadt Zürich sich für die 2000-Watt-Gesellschaft entschieden hatten, war nie die Rede davon, dass wir per sofort keinen Atomstrom mehr nutzen dürfen. Und bitte was hat die 2000-Watt-Gesellschaft direkt mit dem Einkauf von Strom für Privathaushalte zu tun? Dort wird von «global gerechter Verteilung» gesprochen… ach ja? Und wer erhält jetzt meinen Atomstrom? Es ist zu lesen, dass die Schweiz erst im Jahre 2034 Ihre Atomreaktoren abschalten wird und bis zu dieser Zeit wird die Schweiz auch weiterhin Atomstrom produzieren und die Schweizer Bevölkerung wird indirekt so oder so diesen Strom nutzen. Also warum gibt man den billigen Strom nicht der privaten Kundschaft anstatt diesen den Grossfirmen weiterhin zu belassen?

Marco Gloor: In diesem Brief des EWZ an die Stadt Zürcher steht nichts davon, wie viel höher der Strompreis per 2015 für mich wird». Nein ich muss diese selbst ausrechnen. Dieser wird kostet nun durchschnittlich 3.45 Prozent mehr. Aber was viel mehr noch ins Gewicht fällt ist, dass der bis Dato gewährte 10% EWZ-Bonus (Effizienzbonus) klangheimlich wegfällt. Das heisst, die Stromrechnung wird für alle, welche zuvor vom günstigen Atomstrom profitierten, unglaubliche 13.45 Prozent teurer. Da wir in der Stadt Zürich keinen anderen Anbieter als die EWZ haben, ist diese Erhöhung eine Frechheit. Man wird also nicht mehr belohnt, wenn man weniger Strom verbraucht sondern gestrafft, wenn man zur 2000-Watt-Gesellschaft gehören muss. Da hat mal wieder jemand zu viel nachgedacht… das geht nun wirklich nicht auf.

Wir zahlen in der Schweiz grundsätzlich zu wenig für den Strom. Eine Anpassung an die übrigen Staaten um uns herum ist schon längst fällig. Aber bitte nicht auf einen Schlag 13.45 Prozent, dass ginge auch moderater. Und diesen EWZ Brief unter dem Deckmantel der 2000-Watt-Gesellschaft zu verkaufen ist höchst bedenklich. Was tun die Politiker? Der linke Gemeinderat der Stadt Zürich stimmte selbstverständlich dieser Massnahme zu. Klar was sonst… aber warum werden jetzt die Haushalte, welche sich die Mühe geben bald zu den 2000-Watt-Haushalten zu gehören, durch den Wegfall des «Effizienzbonus» zusätzlich gestraft?

Marco Gloor: «Wer rechnet schon genau aus, wie viel teurer nun sein Strom per 2015 wird. Ich habe es getan und bin geschockt!».

 

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Posted on by Marco Gloor in Schweiz Leave a comment