Eine Lehre in Indonesien nach Schweizer Vorbild

Nach Schweizer Tugenden lernen.

Nach Schweizer Tugenden lernen.

Die Jugend lernt nach Schweizer Massstäben.

Marco Gloor setzt sich zur Zeit für ein Lehrstellenprojekt ein nach Schweizer Vorbild. Es geht Ihm darum, einerseits landeseigene Fachkräfte in Indonesien zu schaffen und andererseits die Jugendlichen von der Strasse weg zu bringen.

Leider kennt Indonesien die «Lehre» nach Schweizer Vorbild nicht. Jugendliche gehen zur Schule bis Sie 18 Jahre alt sind und danach müssen Sie direkt und unvorbereitet zur Arbeit. Längst nicht alle Indonesier können zum Beispiel das Handwerk «Mauer» oder «Strassenbauer» oder eine «Kauffrau» erlernen. Er geht nach der Schule direkt an den Arbeitsort und ist eine Hilfskraft. Kein junger Indonesier hat ein fachliches Grundwissen. Er lernt alles von seinem Vorgesetzten. Klar gibt es Ingenieur-Schulen oder Universitäten für diejenigen, welche es sich leisten können. Aber der grossteil der Eltern können sich die Studien-Gebühren schlichtweg nicht leisten. Wissen muss man, dass die Schuluniform und sämtliche Schulunterlagen von den Eltern der Kinder bezahlt werden müssen. Zudem können viele Jugendliche die Schule bis zu Ihrem 18. Lebensjahr gar nicht besuchen, da diese von Ihren Eltern notgedrungen früher zur Arbeit geschickt werden. In unseren Breitengraden wird dass «Kinderarbeit» genannt, dabei geht es in den häufigsten Fällen darum, dass diese Jugendlichen Geld für das überleben der Familie legal erarbeiten. Aber das ist ein anderes Thema.

Marco Gloor will nun ein Pilotprojekt zusammen mit der Regierung von Jakarta starten. Die Gespräche verlaufen vielversprechend. Parallel dazu laufen die Gespräche mit den Unternehmungen, welche dann die Jugendlichen am Arbeitsort nach Schweizer Massstäben ausbilden. Sicherlich vergehen noch drei bis fünf Jahre und dann wird die erste Berufsschule (SMK in Indonesien genannt) für Handwerker nach Schweizer Vorgaben starten.

Nach wie vor können sich Unternehmungen in Jakarta bei Marco Gloor melden, welche Ihn bei seinem Vorhaben unterstützen wollen (Finanziell als Partner oder mit einem Lehrstellenplatz). Die Regierung von Jakarta sucht verzweifelt nach Lösungen, die immer steigende Jugendkriminalität zu stoppen und den Trend umzukehren. Mit den «JOT-School»-Projekten ist man überzeugt in die richtige Richtung zu gehen. Diese «JOT-School» (Job On Training-School) wird zu 30 Prozent vom Staat und 70 Prozent von den beteiligten Firmen finanziert. Diese Schule ist komplett kostenlos für alle Schüler (Schulmaterial und Uniformen). Es ist lediglich eine Eignungsprüfung zu bestehen. Zur Zeit gibt es in Jakarta keine «klassische» SMK für Handwerker.

Mehr über den beruflichen Werdegang von Marco Gloor erfahren Sie bei LinkedIn.
1381 Total 1 Heute
Posted on by Marco Gloor in Indonesien Leave a comment