Wie viele Flüchtlinge verträgt das Land? fragt sich Marco Gloor

Wie viele Flüchtlinge verträgt das Land?

Fast täglich erreichen uns diese Meldungen, dass wieder 1000 Menschen aus den Fluten vor z.B. Lampedusa gerettet wurden. Man soll mich bitte nicht falsch verstehen, das ist tragisch, dass diese Menschen auf diesen viel zu kleinen Booten bei der Überfahrt fast sterben. Sicher gibt es auch solche Flüchtlinge, welche leider in den Fluten des Meeres sterben. Aber warum hören wir nicht täglich, was die Verantwortlichen dagegen tun?

Klar niemand will sich diesem wahlkampffeindlichen Thema annehmen. Zu heiss ist dieses Thema für die Politiker, da man es sich schnell mit seiner Wählerschaft verscherzen kann (und er möchte ja wiedergewählt werden). Da ich (Marco Gloor) kein Politiker bin, stelle ich die Frage, wer ist verantwortlich, dass immer mehr Flüchtlinge im Meer sterben «müssen»? Sicher nicht Europa oder gar die Schweiz. Es sind die Regierungen der Länder, aus denen die Flüchtlinge kommen. Warum spricht die Europäische Union nicht Medial offen mit den entsprechenden Regierungsverantwortlichen und versucht das Problem bei der Basis zu erörtern? Für das Geld, was Europa nun für die Flüchtlinge nach deren «Ankunft» z.B. in Italien ausgibt, wäre doch viel besser investiert, wenn man dafür sorgt, dass es gar keine Flüchtlinge mehr geben würde. Das klingt einfach, ist es im Grundsatz auch. Sicher nicht in der Umsetzung. Doch jeder Mensch hat ein Recht auf eine Perspektive in dem Land, wo er auch geboren wurde. Die Politiker müssten den Kontakt mit diesen Regierungen der Flüchtlinge intensivieren und diese mit klar strukturierten Hilfsprogrammen unterstützen (kein Geld senden, dass versickert, selbst vor Ort sein und umsetzen). Bei den Kriegs-Flüchtlingen wird es schwieriger, eine direkte politische Unterstützung leisten zu können. Dies geht nur über harte und schnelle Sanktionen z.B. der UNO, da ein sachlicher Dialog, bei den trivialen Abhängigkeiten/Machenschaften, kaum geführt werden kann).

Trotzdem und so hart das jetzt klingen mag… Europa oder gar die Schweiz können keinen einzigen Flüchtling mehr aufnehmen. Der Flüchtlingszustrom ist viel grösser (oder schneller) als wir diesen z.B. bei uns in der Schweiz aufnehmen können. Wir müssen die Einwanderung in der Schweiz selbst regulieren, ob wir das wollen oder nicht. Wissen tut das jeder, aber jeder (auch leicht verständlich) erbarmt sich vor dem Elend. Es ist tragisch, was täglich in z.B. Lampedusa geschieht! Doch machen wir uns nichts vor. In gut 10 bis 15 Jahren wir die Welt wieder eine Mauer erbauen. Eine Mauer den Küsten von Spanien, Italien und Griechenland entlang. So hoch, dass kein Flüchtling mehr aus dieser Richtung nach Europa kann. Warum denken Sie bin ich dieser Meinung? Alle wissen, dass in den kommenden 10 bis 15 Jahren über 200 Millionen Flüchtlinge nach Europa strömen (ca 15 Millionen pro Jahr, Tendenz steigend. Das ist keine Schwarzmalerei, dass sind die Daten der UNHCR (United Nations High Commissioner for Refugees). Haben wir den Platz für all diese Menschen? Werden sich diese Menschen selbst versorgen können…irgendwann? Nein, den das kann kein Wirtschaftsmotor eines Landes stemmen.

Noch etwas was man wissen sollte: Wir werden in der Schweiz mit der Zahl der Asylgesuche pro Jahr versorgt. Von dieser Zahl wird uns dann glaubhaft gemacht, ob der Flüchtlingsstrom zu- oder abnimmt. Tja, dass dumme ist nur, dass nicht alle welche in die Schweiz kommen (oder nach Europa), einen Asylantrag stellen! Dies sind nur ca. 7 %… alle anderen halten sich Illegal im Land auf (Quelle UNHCR).

Also bevor der Fremdenhass auf Ausländer noch grösser wird, muss gehandelt werden. Die Politiker müssen dafür sorgen, dass es «keine Flüchtlinge» mehr gibt. Dies erreicht man nur, wenn man ein Problem bei der Wurzel anpackt! Anpacken heisst nicht, dass wir Flüchtlingsbote oder gar Leichen aus dem Meer fischen..

Marco Gloor: Wir müssen eine Aufgabe einfach betrachten und sie nicht ständig selbstständig verkomplizieren mit Ausreden.

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